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Waschen, Baden, Cremen: So pflegst du Babyhaut richtig

Babyhaut ist besonders sensibel und braucht eine besondere Pflege. Wir erklären dir, worauf du beim Waschen und Baden von Babys und Kleinkindern achten musst und geben Tipps zur täglichen Hautpflege. 

Zu den Hauptfragen frisch gebackener Eltern (und Großeltern) gehört ohne Zweifel das Thema Babypflege:

  • Ab wann und wie oft sollten Säuglinge gebadet werden?
  • Was verwendet man zum Waschen von Babys und Kleinkindern – reines Wasser oder auch Reinigungsprodukte?
  • Ist Seife zur Reinigung von Babyhaut geeignet?
  • Soll das Neugeborene täglich eingecremt werden?

Fragen über Fragen.

Doch wenn du nach Antworten im Internet sucht oder Familie und Freunde nach dem Rat fragt, findet man schnell heraus, dass Babypflege mit einer Vielzahl von unterschiedlichen, oft widersprüchlichen Ansätzen verbunden ist.

Daher werden wir uns hier darauf konzentrieren, was die neueste Fachliteratur zum Thema Säuglingspflege sagt, und welche Tipps du daraus für die tägliche Pflege von Babys und Kindern gewinnen kannst.  

Babyhaut - Darum braucht sie besondere Pflege

Gehen wir zunächst darauf ein, warum die Haut von Neugeborenen eine besonders empfindliche Hautbarriere mit einem unterentwickelten Säureschutzmantel aufweist und daher eine besonders sensible Pflege benötigt.

Eine dünne Hautschicht

Zum einen hat die Hautbarriere einer Babyhaut (stratum corneum) weniger Schichten als eine Erwachsenenhaut, die ca. 15 Schichten aufweist. Die Hautbarriere eines Frühchens kann sogar lediglich aus einer Schicht bestehen!

Eine dünnere Barriere schützt in einem geringeren Umfang vor dem Eindringen von Bakterien und Mikroorganismen von außen. Außerdem haben dadurch topisch applizierte Inhaltsstoffe, etwa in einer Körperlotion, einen kürzeren und einfacheren Weg, um in die Haut einzudringen. Die dünne Haut ist zudem anfälliger für mechanische Verletzungen

Lockere Übergänge zwischen Hautschichten

Zum anderen ist der Zusammenhalt zwischen Epidermis und Dermis in der Babyhaut lockerer als in der Erwachsenenhaut.

Die Verbindungsstelle zwischen den beiden Hautschichten sorgt dafür, dass potenzielle Reizstoffe und Toxine nicht in die tiefere Hautschicht eindringen. Die lockeren Schichten erleichtern es unerwünschte Moleküle von Epidermis bis zur unteren Dermis einzudringen.

Das öffnet wiederum eine Hintertür für unwillkommene Substanzen – wie beispielsweise Allergene – was zu Hautkrankheiten führen kann.

Hoher pH-Wert der Haut

Im Vergleich zur Erwachsenenhaut weist die Haut von Neugeborenen einen erhöhten pH-Wert von circa 7 auf. Darüber hinaus fällt es Babyhaut auch schwerer – etwa nach der Reinigung mit Seife – auf einen niedrigeren pH-Wert zurückzukehren.

Dank der Lehre der Korneobiologie wissen wir, dass ein erhöhter pH-Wert den Zusammenhalt der Hautbarriere beeinträchtigt. Zudem erhöht sich das Risiko des hauteigenen Wasserverlustes sowie das Eindringen von Bakterien und damit das das Entzündungsrisiko.

Weniger Hautlipide

Allein die bereits erwähnten Eigenschaften machen es deutlich, wie zart und empfindlich die Haut von Babys ist. Das ist aber noch nicht alles.

Säuglingshaut weist weniger epidermale Lipide auf. Neben proteinhaltigen Hautzellen (Keratinozyten und Korneozyten), besteht auch die Rolle von hauteigenen Lipiden darin, die Hautbarriere zu verdichten. Eine geringere Lipidmenge führt zu einer durchlässigeren Haut: Die Folge sind ein erhöhter Wasserverlust und Anfälligkeit für Entzündungen.

Reduzierter UV-Schutz

Last but not least befinden sich in einer Babyhaut weniger Melanozyten. Diese schützen sie als eine Art des hauteigenen Sonnenschutzes vor UV-Strahlen.

Weniger Melanozyten bedeutet also eine höhere Gefahr der Hautverbrennung, Verbreitung von freien Radikalen und DNA-Veränderungen. 

Babys & Kleinkinder richtig waschen und baden

Babyhaut ist extrem anfällig für externe Reizstoffe. Forscher gehen davon aus, dass es nach der Geburt mindestens ein Jahr dauert, bis die äußere Hautschicht reif ist und der Säureschutzmantel seine Funktionen vollständig ausüben kann. Doch auch darüber hinaus bleibt die Kinderhaut sehr empfindlich.

Wie also pflegst du Baby- und Kinderhaut richtig?

Fangen wir mit dem Waschen und Baden von Kindern an.

Babys baden – ab wann und wie oft

Ein häufiger Fehler beim Baden von Säuglingen ist eine zu hohe Frequenz. Es ist in unserer Kultur verankert, ein Baby sofort nach der Geburt gründlich zu waschen und anschließend täglich zu baden.

Brauchen tut das Kinderhaut allerdings nicht! Ganz im Gegenteil.

Nach der Geburt ist das Baby noch mit der sogenannten Fruchtschmiere (vernix caseosa) beschichtet, die sie vor dem Wasserverlust und bakteriellen Infektionen schützt. Daher empfiehlt das WTO, das Baby zumindest in den ersten sechs Stunden nach der Geburt nicht zu baden. 

Mehr noch: Die Fachliteratur zeigt, dass jeder Kontakt mit Wasser den pH-Wert der Haut erhöht, was einen Wasserverlust nach sich zieht. Demzufolge schadet tägliches Baden eher und hat mit einer guten Hautpflege von Babys und Kindern (und übrigens auch Erwachsenen) nichts zu tun. 

Wie oft man ein Baby bzw. Kleinkind baden sollte, lässt sich pauschal nicht beantworten. Ein Mal pro Woche scheint das Maximum zu sein. Beachte dabei bitte, dass die Dauer des Badens fünf Minuten nicht überschreiten sollte. 

Dabei könnt Ihr das Baby sowohl mit reinem Wasser baden oder in die Badewanne ein paar Tropfen eines sehr mild zusammengesetzten Waschmittels mit einem hautneutralen pH-Wert (um 5.5) zugeben.  

Tipp: Einige Studien gehen davon aus, dass Frühchen am besten nur mit Wasser gewaschen werden sollten. 

Babys waschen – aber womit?

In der Regel reicht es, das Gesicht, Hände und den Po von Neugeborenen mit reinem Wasser und einem sehr weichen Waschlappen zu reinigen. Die meisten Gesichtslappen und Handtücher sind dafür zu harsch. 

Bei Bedarf kannst du Babys Haut auch mit einer sehr geringen Menge Reinigungslotion waschen. Benutze dabei aber bitte keine herkömmliche Seife! Sie hat in der Regel einen hohen, basischen pH-Wert, was für die Hautbarriere bzw. das Hautmikrobiom des Babys schädlich ist. Achte darauf, dass dein Reinigungsprodukt sehr mild ist und einen hautneutralen pH-Wert aufweist.

Empfehlung: waschies Babywaschlappen

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Die Baby- und Kinderwaschpads von waschies reinigen dank ihres innovativen Fasergemisch aus Mikrofaser und Viskose Babys Haut nur mit Wasser – weitere Zusätze sind nicht notwendig. 

Die Baby Waschlappen sind hypoallergen, supersoft und können bis zu 95°C gewaschen werden.

Tipps zur Pflege von Babyhaut

Nach dem Waschen oder Baden des Babys stellt sich die Frage, ob man die Haut anschließend eincremen muss.

Braucht eine Babyhaut täglich Feuchtigkeitscremes, Salben oder Öle?

Neugeborene eincremen oder einölen?

Meine Antwort wird dich vielleicht überraschen, sie lautet nämlich: Nicht unbedingt.

Die Fachliteratur ist in dieser Frage gespalten. Die meisten Beiträge zeigen jedoch den Vorteil einer mild formulierten Feuchtigkeitspflege gegenüber keiner Creme.

Achtet bei der Wahl der Körperlotion darauf, dass die Formulierung parfümfrei ist und keine ätherischen Öle bzw. deren Bestandteile enthält. 

Wollt Ihr zur Pflege Eurer Kinder Öle verwenden, werden Sonnenblumenöl und Kokosöl mit den meisten Vorteilen für eine empfindliche Haut identifiziert. Ein paar Öltropfen könntet Ihr auch direkt ins Badewannenwasser geben (Vorsicht: Rutschgefahr!).

Tipp: Der Werbezusatz “für empfindliche Haut” ist leider keine Garantie dafür, dass ein Pflegeprodukt keine Reizstoffe enthält.   

Täglich nur Sonnencreme

Für mich persönlich ist das tägliche Eincremen von Babys und Kindern nicht notwendig – vor allem in wärmeren Monaten. Da ich meine eigene Tochter nur selten badete, habe ich sie auch nicht täglich eingecremt.

Ab dem 1. Lebensjahr ist die Sonnencreme im Sommer allerdings Pflicht.

Bei Aktivitäten im Winter empfehle ich eine parfümfreie lipidreiche Creme, ohne ätherische Öle zu verwenden. 

Mein Tipp: Beobachtet die Haut deiner Kinder. Wenn sie nicht allzu oft gebadet werden, gesund wirkt und keine Schuppen oder trockene Stellen aufweist ist Eincremen nicht notwendig. 

Pflege bei Ausschlägen

Zeichnen die Haut deines Babys häufig Ausschläge und Ekzemen auf, rate ich dringend zu einer Konsultation mit dem Kinderarzt. Experimentiere hier nicht selbst mit verschiedenen Cremes. Der Kinderarzt dann das Exem besser beurteilen und dir eine verschreibungspflichtige Pflegecreme verschreiben. Diese ist etwa bei Neugeborenenakne oder Neurodermitis oft notwendig. 

Windelfreie Zeit lässt Haut atmen

Damit die Haut im Windelbereich gesund bleibt, sollten Babys auch möglichst oft windelfrei laufen. Die Fachliteratur zeigte, dass die Haut unter einer Windel einen erhöhten pH-Wert aufweist, was unter anderem an einem alkalischen pH-Wert von Urin liegt. Ein erhöhter pH-Wert der Haut kann schneller zu Hautirritationen und Infektionen führen.

Achtet ansonsten beim Kauf einer Wundschutzcreme darauf, dass sie möglichst reizarm formuliert ist. 

Richtige Kinder- und Babyhautpflege – Fazit

Wir haben gesehen, warum die Haut von Babys und Kleinkindern besonders empfindlich ist.

Die Hautbarriere macht die Haut anfällig für den Wasserverlust und für das Eindringen von Pathogenen. Der richtige Umgang bei der Hautpflege von Babys und Kindern hilft dabei, einen gesunden Säureschutzmantel zu entwickeln und potenzielle Hautentzündungen zu minimieren.

Dabei gilt: Weniger ist mehr.

Weniger oft baden, waschen (mit sanften Waschlappen) nur an den Stellen, die es nötig haben und eincremen nur dann, wenn der Bedarf dafür besteht.

Den Rest macht eine gesunde Haut von alleine. Es ist schließlich ein wunderbares, wenngleich weiterhin sehr geheimnisvolles Körperorgan.

Pia

Quellen: 

Blume-Peytavi/Cork/Faergemann (2009): Bathing and cleansing in newborns from day 1 to first year of life: recommendations from a European round table meeting, in: Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 23(7):751-9

Visscher/Adam/Brink (2015): Newborn infant skin: Physiology, development, and care, in: Clinics in Dermatology, 33(3): 271-280

 Cooke/Cork/Victor (2016): Olive Oil, Sunflower Oil or no Oil for Baby Dry Skin or Massage: A Pilot, Assessor-blinded, Randomized Controlled Trial (the Oil in Baby SkincaRE [OBSeRvE] Study), in: Acta dermato-venereologica, 96(3): 323-30

Konar, M./Islam, K./Roy, A./Ghosh T. (2020): Effect of Virgin Coconut Oil Application on the Skin of Preterm Newborns: A Randomized Controlled Trial, in: Journal of tropical pediatrics, 1, 66(2): 129-135

Rahma, A./Lane, M. (2022): Skin Barrier Function in Infants: Update and Outlook, in: Pharmaceutics 17, 14(2): 433

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Gastautor: Pia von Skincare Inspirations

Pia ist Autorin von zahlreichen Beiträgen und E-Books zu Themen rund um effiziente Hautpflege und Hautmikrobiom. Nach der Promotion im Fach Politikwissenschaft entschied sie sich, den wissenschaftlichen Fokus auf Dermatologie und die Wirkung von Dermokosmetik zu verschieben, mit dem Ziel, Menschen in Sachen Hautpflege zu bilden und bei der Gestaltung von Hautpflegeroutinen zu helfen. Mehr Artikels von Pia findet ihr auf Skincare Inspirations 

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